Kampfdrachen und Bambusdrachen
Nach
einem kleinen Workshop bei einem Drachenfest in St.Pölten bauten
Clemens und Horsti unter der strengen Anleitung von
Gerhard ihren ersten Kampfdrachen! Schon damals bemerkten
sie das man für das Bauen , hingegen anderer Drachen keine Nähmaschine und anderes
aufwendige Werkzeug braucht. Wenn man ein geübter Kampfdrachenbauer ist, dann
wird man unter einer Stunde schon einen kleinen Kämpfer, natürlich nicht so
aufwendig herausgezaubert haben. Noch mal herzlichen Dank an dieser Stelle
an Gerhard, der uns die Welt der kleinen Drachen (Fighterkite) näher gebracht
hat!
Das Segel besteht aus einer hauchdünnen Folie wie z.B. Orcon oder metallbeschichteten Polypropylenfolien. Für das Gerüst wird ein präzise geschnitzter Bambusstab, sowie ein dünner Carbonstab im Bereich von 1,0 mm - 1,6 mm verwendet.
Die
traditionellen Formen der Kampfdrachen stammen aus Indien, Indonesien und Japan.
In Indien ist es z. B. sehr verbreitet, mit kleinen Drachen aus Papier und
Bambus zu kämpfen, die
mit Manjha (mit Glasstaub präparierte Flugleine) geflogen
werden. Ziel ist es, den Gegnern die Schnüre abzuschneiden und als Letzter am
Himmel stehen zu bleiben.
In den USA sehr beliebt sind so genannte line-touch Competitions, bei denen es nicht darum geht die gegnerische Leine abzuschneiden, sondern nur zu berühren. Bei diesen Wettkämpfen werden meist Kampfdrachen aus Orcon oder anderen Folien geflogen. Als Flugschnur wird meist gewachste Baumwollleine verwendet
Wie fliegt man mit einen Kampfdrachen?
Die
Spule liegt auf dem Boden und die Leine läuft durch die Fingerspitzen, während
der Wind den Dachen fort trägt. Ein gut gebauter Drachen sollte sich beim Leine
lassen um seine eigene Achse drehen. Um ihn in die gewünschte Richtung zu steuern,
muss man zum richtigen Zeitpunkt an der Leine ziehen, wenn die Spitze in die
gewünschte Richtung zeigt. So lässt sich der Drachen in jede gewünschte Richtung
lenken. Das schaut leichter aus als es in Wirklich ist! Wenn man dies einmal
beherrscht ( und mit ein klein bisschen Übung ), macht das irre Spaß!
Bambusdrachen
Für das Gerüst der Drachen verwendet man fein gespaltenen Bambus. Für kleinere Drachen eignen sich die Stäbe von Sushi-Matten aus dem Japan-Shop, für größere Drachen verwendet man längeren Bambus aus Indonesien und Japan.
Für die Bespannung
verwendet man die unterschiedlichsten Papiersorten, wobei dünnes Washi,
Faserpapier und japanisches Seidenpapier bevorzugt wird.

